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Johann George Schreiber (1676-1750) Kupferstecher und Atlasverleger in Leipzig - von Eckhard Jäger - Verlag Rockstuhl
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Im 18. Jahrhundert besaß der Kurfürst von Sachsen August der Starke eine Residenz in Dresden und außerdem als König von Polen sein Schloss in Warschau. Wenn ein sächsischer Kupferstecher bei der Obrigkeit um ein Privileg zum Schutz gegen unberechtigten Nachdruck seiner Bilder nachsuchte, musste er sich an die kurfürstlich-königlichen Behörden in Dresden wenden. So auch der Kupferstecher Johann George Schreiber (1676-1750). Schreiber war ein Wunderkind aus Neusalza-Spremberg in der Oberlausitz. Der Tischlersohn war handwerklich und künstlerisch begabt, lernte mit einem Stipendium an der Bautzener Lateinschule, zeichnete und stach noch als Gymnasiast seine erste Stadtansicht von Bautzen. In den Jahren 1700 und 1705 folgten eine große Vogelschau-Ansicht von Bautzen und eine Landkarte der Oberlausitz. Die Stadträte und die Landesregierung waren begeistert und honorierten Schreiber großzügig. Johann George Schreiber zog dann nach Leipzig, um sich neben Universitätsstudien dem professionellen Kupferstecherhandwerk zu widmen.

Schreiber reiste zu Pferde mehrmals nach Dresden, um dort seine Karten drucken zu lassen und persönlich Privilegien für seine Kupferstiche zu beantragen, die dann innerhalb weniger Tage jeweils gegen erhebliche Gebühren erteilt wurden. Doch in einem Fall hatte er es versäumt, für seine verkleinerte Kopie der Zürnerschen Postroutenkarte von Sachsen ein Privileg zu beantragen. Prompt wurde er angezeigt und die Kupferplatte sowie die bereits angefertigten Abzüge konfisziert. Nur durch Veränderungen auf der Platte konnte er schließlich ein Gerichtsverfahren vermeiden. In Jägers Buch wird die Entstehungsgeschichte von Schreibers Kupferstichen anhand originaler Akten akribisch nachvollzogen.

Als ein Zeitgenosse von Johann Sebastian Bach wurde Schreiber bekannt nicht nur durch seine für die damalige Zeit genauesten Landkarten der Oberlausitz und der Stifte Naumburg-Zeitz, sondern auch durch seine etwa 150 kleinen Landkarten (von Mitteldeutschland bis in alle Welt), die er ab 1727 zu einem `Atlas selectus` zusammenstellte. Er hat damit erstmals in Sachsen einen Weltatlas geschaffen. Schreibers großformatige Kupferstiche gelten als mustergültige Arbeiten und sind heute sehr selten.

Nunmehr liegt die erste Buchveröffentlichung über diesen vielseitigen Künstler vor. Darin werden insgesamt mehr als 300 seiner Kupferstiche katalogisiert und kommentiert.

Johann George Schreiber war - mit heutigen Maßstäben gemessen - ein Selfmademan, der aus bescheidenen Verhältnissen in der Oberlausitz kommend in Leipzig ein kleines Verlagsimperium aufbaute. Schon in seiner Jugend konnte er sowohl die Stadträte in Bautzen und Leipzig als auch die Oberlausitzer Landstände und den Herzog von Sachsen-Zeitz von seinen Fähigkeiten im Kupferstich- und Landkartenfach überzeugen - er erhielt bedeutende Aufträge. Schreibers ursprünglich bescheidene Offizin (Kupferstichwerkstatt) wurde zum Familienunternehmen, das unter dem Namen `Schreibers Erben` bis 1875 nachgewiesen ist.

Das Buch von Eckhard Jäger versetzt uns in das Lebenswerk eines Künstlers und Verlegers, der in der Oberlausitz, in Dresden und in Leipzig Bedeutendes auf dem Gebiet der Kupferstichkunst geleistet hat.

Größe A 4 Quer. Festeinband, 96 Seiten, 21 x 29,7 cm, 105 Abbildungen

Kartenbeispiel

Johann George Schreiber (1676-1750) Kupferstecher und Atlasverleger in Leipzig - von Eckhard Jäger - Verlag Rockstuhl
EAN / ISBN: 9783959664301
Preis: EUR 49.95

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